Auszug aus dem Entwicklungsplan der NMS Mureck

 

Präambel

 

 

Career Management Skills (CMS) [Laufbahngestaltungskompeten-zen]beziehen sich auf eine Reihe von Kompetenzen, die strukturierte Wege bieten, um selbstständig Informationen zu Bildungs- und Berufswegen zu sammeln, zu analysieren und miteinander in Beziehung zu setzen, sowie auf die Fähigkeit, Entscheidungen, Übergänge und Veränderungen selbstbestimmt zu gestalten und umzusetzen.

(Marterer, Berufsorientierungs-Kongress, Linz 2015)

 

Schulorganisationsgesetz

§ 2. Aufgabe der österreichischen Schule

[…] Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen. […]

 

Rundschreiben 17 / 2012 (Seite 2)

Die Entwicklung dieser sogenannten „Career Management Skills“ im Unterricht wird ergänzt durch einschlägige Information und Beratung sowie die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln.

 

IBOBB:

Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf

 

Bildungs- und Berufsorientierung ist Lebensorientierung. Sie ist als Prozess zu verstehen, der früh beginnt und über die Schulzeit hinausgeht. Für den Erfolg in Bildung und Beruf sind neben einem profunden Fachwissen übergeordnete Kompetenzen maßgebend. 


Thema 1             

Focus auf IBOBB – Laufbahngestaltungskompetenzen erwerben

 

Zielbild

Weiterentwicklung der prozessorientierten Information, Beratung, Begleitung und

Orientierung für Bildung und Beruf unter Einbeziehung der Eltern

•             Förderung des persönlichen Wachstums und der Entwicklung von SuS

•             Förderung der Entwicklung der Lernfähigkeiten und Hilfe bei Lernschwierigkeiten

•             Fähigkeit zur Selbstreflexion (insbesondere hinsichtlich der Fähigkeiten, Interessen, Leistungsfähigkeit, Wünsche)

•             Fähigkeit, eigene Ziele definieren und verfolgen zu können

•             Umfassende Reflexion der individuellen Interessen, Werte, Leitmotive, Talente, Fähigkeiten und Begabungen

•             Zusammentragen und Bewerten von Informationen zu verschiedenen Berufsbildern und Ausbildungsmöglichkeiten

•             Denkanstöße zur Auseinandersetzung zur Entstehung neuer Berufsbilder

 

Rückblick & Ist-Stand                   
Ausgangssituation:

o             eine integrative Wochenstunde in der 3.Klasse / 7. Schulstufe

o             eine Stunde „Verbindliche Übung“ in der 4. Klasse / 8. Schulstufe

o             Projekttage

o             Berufspraktische Tage

o             Betriebsexkursionen

o             individueller Besuch verschiedener Berufsinformationsmessen, SCHIM

o             Besuch von AMS bzw. BFI

o             Girls'-Day / Boys'-Day

o             individuelle Schulbesuche (Tage der offenen Tür)

o             Individuelle Berufs- und Schullaufbahnberatung (Schülerberater)

o             Jugendcoaching für SuS ab dem 9. Schuljahr

                Daten und Ergebnisse externer Rückmeldungen:

o             Nachbereitung der Berufspraktischen Tage (UnternehmerIn, SuS)

o             Nachbereitung Girls'-Day/ Boys'-Day

 

Ziele & Maßnahmen für 2018 - 2022

Ziele:

                Einbindung der Eltern in den Prozess der Berufsorientierung

                Fortsetzung: IBOBB-Grundkompetenzen im breiteren Fächerkanon verankern

 

Standortbezogenes Umsetzungskonzept

Eltern leisten als Vorbilder, Gesprächspartner und Wegbegleiter einen wesentlichen Beitrag zur beruflichen Orientierung ihrer Kinder. Die Einbindung der Eltern in den Prozess der Berufsorientierung und das Informieren über wesentliche Aspekte, Möglichkeiten und Inhalte dieses Prozesses, sowie eine gelungene Zusammenarbeit von Eltern, LuL und SuS mit dem Ziel der bestmöglichen individuellen beruflichen Orientierung unserer SuS ist ein wesentliches Anliegen unserer Schule.

 

•             Aktionswoche: „Bring dein Kind zur Arbeit mit – TAG 2019

•             Projektpartner: STVG (Steirisch Volkswirtschaftliche Gesellschaft)

•             IBOBB - Informationen in den Klassenforen durch AMS, BFI und StVG

•             Vorstellen des Praxisbegleiters der StVO „Haben Sie schon einen Berufswunsch für ihr Kind?“

 

Unterricht: IBOBB (Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf)

7. Schulstufe: integrativ

8. Schulstufe: 1 Wochenstunde als „Verbindliche Übung“

Ein zentrales Anliegen der NMS Mureck ist die gediegene Vorbereitung der SuS auf die Arbeits- und Berufswelt.

Es ist besonders wichtig, dass die SuS möglichst viele Instrumente in die Hand bekommen, die ihnen bei der Entscheidung, wo ihr zukünftiger Weg sie hinführen soll, behilflich sein können.

Relevante Themen zur Berufsfindung werden sowohl in der 7. Schulstufe (in möglichst allen Unterrichtsgegenständen fächerübergreifend integrativ) als auch in der 8. Schulstufe („IBOBB“ 1 Wochenstunde Verbindliche Übung) besprochen, in der Praxis angewendet und überprüft.

Thematische Schwerpunkte:

7. Schulstufe:

•             Stärken und Schwächen erkennen und nennen können

•             Wünsche und Fähigkeiten definieren

•             Ziele setzen und Ziele verfolgen

•             Geschlecht – Rolle

•             Aufzeigen eines breiten Berufsspektrums

•             Weltwirtschaft und globale Entwicklung sowie volkswirtschaftliche Zusammenhänge

•             Lohn und Preisentwicklung

•             Das Bildungssystem in Österreich

•             Zugangsbedingungen, Eingangsvoraussetzungen kennen lernen

•             notwendige lebensbegleitende Angebote aufzeigen

 

8. Schulstufe

•             Bewerbungstrainings, Vorbereitung auf Bewerbungen in Deutsch: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräch

•             Wirtschaftsentwicklung, Begriffe aus Arbeitswelt und Arbeitsmarkt – Geografie und Wirtschaftskunde

•             Anmelde- und Aufnahmeverfahren an weiterführende Schulen – Schülerberater

•             Unterstützung der gezielten Recherche der SuS durch die Schule – Klassenvor-stand, IBBOB-LL, Schülerberater

•             Information der Eltern durch den Schülerberater in den Klassenforen der 4. Klas-sen

•             Genaue Informationen für SuS über Bildungs- und Berufswege nach der 8. Schul-stufe durch die Klassenvorstände, IBBOB-LL, Schülerberater

•             Informationsbroschüren für selbstständige Recherchen (ebenso durch Internet)

Berufspraktische Tage

 

Projekte:

•             Girls'-Day

•             Boys'-Day

•             Schul- und Berufsinformationsmessen (SBIM Graz, SCHIM Bad Radkersburg,
Lehrlings-welten Gnas)

•             AMS/BFI Exkursionen/Infovorträge im 2. Semester

•             schulfremde Referenten: laufend im Schuljahr

•             Talentecenter (8. Schulstufe)

•             Schnuppertag an weiterführenden Schulen (z.B. PTS, HLW, HAK, …)
für Interessenten der 8. Schulstufe

 

Beratungseinrichtungen an der Schule / Kooperationen:

·         Schülerberater       

·         BerufsorientierungslehrerInnen

·         Schulpsychologie:   Mag. Andrea Schluet  (Termin lt. Vereinbarung)

·         Jugendcoaching:       Igor Smoljan (im 14-Tagesrhythmus)

·         BerufsFindungsBegleitung:  Plangger Monika

·         BFI Mureck - Lehre mit Matura, Überbetriebliche Lehrausbildung (Info für alle 4. Klas-sen) Hr. Huss Tobias

 

·         AMS Mureck - Berufsorientierung und –information, Hr. Lackner Andreas

Thema 2             

Digitale Grundbildung

 

Zielbild

Informierter, souveräner und verantwortlicher Umgang mit Medien und Technik durch mündige Bürgerinnen und Bürger in der Demokratie und in einer zunehmend von Digitalisierung beeinflussten Gesellschaft,

reflektierte Verwendung von Medien und Technik       (lt. Lehrplan)

 

Rückblick & Ist-Stand                    Ausgangssituation:

·                        Informatikunterricht als Pflichtgegenstand in der 5. und 6. Schulstufe

·                        Unverbindliche Übung „Informatik“ in der 7. und 8. Schulstufe mit der Möglichkeit       den ECDL zu erwerben

 

 

·         Daten und Ergebnisse von Rückmeldungen:

 

o   intern: großes Interesse am Informatikunterricht

o   viele Anmeldungen zur Unverbindlichen Übung

o   großes Interesse der SuS am Einsatz der Handys im Unterricht

o   extern: ECDL Zertifikat

 

Erfreuliches

·         ECDL-Prüfungen für alle 7 Module

·         Computereinsatz in allen U-Gegenständen

 

 

•             Einsatz von Ressourcen

                2 PC-Räume mit 36 Schülerarbeitsplätzen

                Lehrercomputer mit Beamer in jedem Klassenzimmer

 

                Schülerhandys für den Einsatz im Unterricht