Freude über das Wiedersehen an der NMS Mureck

Montag Morgen vor der NMS Mureck. Schon ab 7 Uhr treffen die ersten Schüler vor dem Schulhaus ein. Abstandsmarkierungen - die auch für die Hofpause gelten - und Gesichtsmasken weisen schon auf den diesmal besonderen Schulstart hin. Gruppenweise – mit Abstand - werden die Schüler ins Schulhaus und in die Klassen geführt. Am Tisch dürfen dann die Masken abgenommen werden. In der ersten Stunde steht eine genaue Einweisung in die neuen Verhaltensregeln und Hygienevorschriften am Programm. 

Einführung in die Verhaltensregeln und Hygienevorschriften in der 3a-Klasse.
Einführung in die Verhaltensregeln und Hygienevorschriften in der 3a-Klasse.

„Erster Schultag“ ist eigentlich nicht die richtige Formulierung. „Unsere Schüler hatten immer Unterricht. Sogar die Osterferien wurden fürs Lernen genutzt“, betont Schulleiterin Manuela Berghold. Wie hat sie die zweimonatige Zeit ohne Präsenzunterricht erlebt? „Unter dem Strich war es sogar eine positive Entwicklung. Meine Vision einer bestmöglichen Zusammenarbeit aller – Lehrer, Schüler, Eltern, Schulerhalter, Bildungsdirektion – haben wir genau in dieser Zeit erlebt“, hebt Berghold hervor. Vier Säulen haben neben E-Mail und Telefon den Unterricht in den letzten beiden Monaten getragen. Für den Unterricht wurden die digitalen Plattformen „Classcraft“ und „Google drive“, sowie Video-Meetings genützt, mit den Eltern stand man mit dem digitalen Elternheft „Schoolfox“ in ständigem Kontakt. „Wir bauen nun auf diese Zeit, die wir hinter uns haben. Zu diesen vier Säulen, die wir auch weiterhin nützen werden, kommt nun als fünfte Säule der Präsenzunterricht hinzu. Wir sind froh, dass es uns nun auch gelungen ist, für die Kinder einen Schulalltag zu schaffen, der dem von vorher schon sehr nahe kommt. Ich war bereits in allen sechs Klassen, die Freude überwiegt deutlich“, erzählt Berghold. 

"Meine Vision einer bestmöglichen Zusammenarbeit aller – Lehrer, Schüler, Eltern, Schulerhalter, Bildungsdirektion – haben wir genau in den letzten zwei Monaten erlebt".
"Meine Vision einer bestmöglichen Zusammenarbeit aller – Lehrer, Schüler, Eltern, Schulerhalter, Bildungsdirektion – haben wir genau in den letzten zwei Monaten erlebt".

Noch nicht im Schulhaus sind die Schüler der beiden PTS-Klassen. „Sie waren mitten im Berufsfindungsprozess, als die Corona-Krise begann. Es war eine große Erleichterung, als die Schnupperwochen wieder möglich waren. Man merkt zwar noch, dass einige Firmen noch nicht genau wissen, wie es weitergeht, ich kenne aber keinen Schüler, der in der Luft hängt“, betont Klassenvorstand Stefan Voit. Er unterrichtet auch in der NMS. „Es war eine Ausnahmezeit, die wir optimal genutzt haben. Der Unterricht wurde mit elektronischen Medien weiterentwickelt. Wir werden vieles weiterverwenden. Die EDV ist ideal für schnelles persönliches Feedback, für Förderunterricht und ermöglicht auch einen interessanten Mix zwischen fixem Zeitplan und flexibler Arbeitszeit“, hebt Voit hervor.

"Der Unterricht wurde mit elektronischen Medien weiterentwickelt. Wir werden vieles weiterverwenden."
"Der Unterricht wurde mit elektronischen Medien weiterentwickelt. Wir werden vieles weiterverwenden."

Auch die Schüler sehen den Wiederbeginn sehr positiv. „Es ist zwar ungewohnt, dass wir immer eine Maske aufsetzen müssen, wenn wir aufstehen, dass wir uns so oft die Hände waschen und dass wir Abstand halten müssen. Ich habe mich aber schon gefreut, meine Freunde wiederzusehen. In den letzten Wochen hatten wir viel Zeit mit der Familie, mussten aber die Zeit auch gut einteilen, damit wir alles rechtzeitig in der Schule abgeben konnten“, erzählt Emily Bootsman (12) aus der 2a-Klasse.

"Ich habe mich schon sehr gefreut, meine Freunde wiederzusehen."
"Ich habe mich schon sehr gefreut, meine Freunde wiederzusehen."

„Zuhause war es schön und entspannt, manchmal aber auch anstrengend, wenn man einmal einen Abgabetermin versäumt hat. Der Unterricht war aber sehr gut und es hätte auch so weiter gehen können. Abgegangen sind mir natürlich die persönlichen Kontakte mit den Freunden. Gefallen hat mir auch, dass man sich die Zeit frei einteilen konnte. Der erste Schultag ist bisher gut verlaufen. Dass man aber jedes Mal eine Maske aufsetzen muss, wenn man aufsteht, finde ich übertrieben“, berichtet Karl Fischer (13) aus der 4a-Klasse.

"Abgegangen sind mir natürlich die persönlichen Kontakte mit den Freunden."
"Abgegangen sind mir natürlich die persönlichen Kontakte mit den Freunden."

Zehn Schüler haben sich übrigens für den Unterricht am Fenstertag angemeldet. „Ein Lehrerteam kommt freiwillig in die Schule. Auch an den weiteren Fenstertagen ist freiwilliger Schulbesuch bei uns möglich“, betont Schulleiterin Manuela Berghold.  


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Link zu einem Bericht in der Kleinen Zeitung