Geschichtliche Exkursion

Passend zum Gedenkjahr 2018 besuchten die beiden 4. Klassen der NMS Mureck vor Weihnachten die Synagoge Graz. Elie Rosen, Präsident der jüdischen Gemeinschaft in Graz führte die Schüler durch das Gebetshaus. Weiterer Programmpunkt war ein Spaziergang mit Kathrin Ruth Lauppert-Scholz zu den sogenannten Stolpersteinen. Das sind in Gehsteigen eingelassene Gedenksteine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Angefügt sind zwei Berichte von Schülern der 4. b Klasse über diese Exkursion.

Exkursion nach Graz 

 

Gemeinsam mit der 4a Klasse fuhren wir nach Graz zu einer Synagoge. Als wir dort ankamen, mussten wir einem Sicherheitsmann gefährliche oder scharfe Dinge abgeben.

In der Synagoge mussten wir eine Kopfbedeckung Namens Kippa aufsetzen, da das dort Pflicht ist.

Ein Mann, welcher uns Fragen stellte, war selber Jude und war nicht sehr über das Wort Judenstern erfreut, das ich ausgesprochen hatte. Er erzählte uns von jüdischen Bräuchen und Festen und war über das Wissen von Johannes und mir sehr überrascht. Nachdem wir mit der 4a Klasse gewechselt hatten, ging es draußen weiter. Diesmal erzählte und befragte uns eine jüdische Frau. Gemeinsam gingen wir durch einen Teil der Stadt, um dort sogenannte Stolpersteine anzusehen. Das sind Steine mit Daten von Juden, die größtenteils dem Holocaust zum Opfer gefallen sind.

Alles in allem war es eine sehr spannende, aber auch schockierende Erfahrung für mich. Pünktlich um 14:25 kamen wir zurück zur Schule und gingen nach Hause. Dort erzählte ich meinen Eltern von meiner Erfahrung. 

 

 

Alexander, 4b

Die Synagoge Graz

 

Nach einer guten Stunde Fahrt hielten wir am Grießplatz und stiegen schließlich aus. Nach einem kurzen Marsch kamen wir an der Synagoge an, wo uns ein netter Herr empfing, der uns nach Messer oder Ähnlichen befragte.

Als wir in das Gebetshaus gingen, wurden wir nach unten in die Garderobe geführt, um dort unsere Jacken abzulegen. Danach mussten wir uns eine “Kippa” aufsetzen als wir den Gebetsraum betraten. Dort erzählte uns der Präsident über die Feste, Bräuche, bestimmte Gegenstände, über die Synagoge an sich, über die Zeit von 1938 bis 1945 und noch Vieles mehr. Außerdem zeigte er uns noch den Toraschrein, in dem die Torarollen aufbewahrt werden.

Danach gab es eine kurze Jausenpause. Anschließend machten wir einen „Stolpersteinspaziergang“. Stolpersteine sind kleine Metallquader, mit Daten von Personen, die in der Zeit von 1938 bis 1945 durch den Nationalsozialismus ums Leben kamen, oder die sich gegen die Nazis eingesetzt haben. Aber auch die, die  anderen Hilfsbedürftigen geholfen haben.

Als wir damit fertig waren, haben sich die beiden Klassen wieder getroffen und sind dann wieder zum Grießplatz gegangen, wo der Bus auf uns wartete.

Abschließend kann ich sagen, dass es interessant war, einen Einblick in andere Religionen zu bekommen.

 

 

Moritz, 4b